Konzert zum Muttertag am 13. Mai

Erstellt am 08.04.2018

Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und Mutterschaft, und seit mittlerweile fast 100 Jahren wird er, insbesondere zur Freude der Floristen gefeiert. Doch was bedeutet Mutter-Sein und und Mutterschaft eigentlich? Dieser Frage wollen Lara Venghaus und Ivo Kanz mit dem Muttertagskonzert am Sonntag, 13. Mai, um 18 Uhr in der Queller Johanneskirche nachgehen.

Exemplarisch beleuchten sie dafür Mutterfiguren der Operngeschichte: von der wohl berühmtesten, der Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte über Verdis Amelia aus dem Maskenball bis hin zu Puccinis Suor Angelica.

Und natürlich soll auch der Bezug zur christlichen Bedeutung nicht zu kurz kommen, zu diesem Zwecke werden mit Hilfe der Marienanbetugen der Desdemona und der Leonora aus Verdis Opern Otello und La Forza del Destino auch die der Mutter Gottes zugeordneten Eigenschaften in ihrer Hinsicht auf eine Vorbildtauglichkeit für Mütter im Allgemeinen in den Fokus genommen.

Abgerundet wird das Programm durch diverse Stücke für Orgel solo, in denen Ivo Kanz die volle Pracht der Queller Kleuker-Orgel zur Entfaltung bringen wird.

Ivo Kanz, 1993 in Bielefeld geboren, ist seit seinem 10. Lebensjahr Organist an St. Thomas Morus in Sennestadt, wo er regelmäßig Konzerte gibt. Bereits vor dem Studium erhielt er wichtige Impulse bei den Domorganisten Daniel Beckmann (Mainz) und Gereon Krahforst (Maria Laach), ferner bei Christoph Grohmann (Rheda-Wiedenbrück/Herford). 2009 war er zweiter Preisträger bei „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Das C – Examen zum nebenberuflichen Kirchenmusiker legte er im Jahre 2010 ab.

Im selben Jahr begann Ivo Kanz zunächst ein Jungstudium im Hochbegabtenzentrum Detmoldan der Hochschule für Musik, später dann das Vollzeitstudium in der Orgelklasse von Gerhard Weinberger, das er 2014 bei Martin Sander (Orgelliteraturspiel) mit dem Bachelor abschloss.

Seit 2015 setzt er seine Studien in Kirchenmusik bei Matthias Beckert (Orchesterleitung), Florian Lohmann und Anne Kohler (Chorleitung) fort; Orgelimprovisation bei Tomasz Adam Nowak legte er mit Bestnote ab. Im Februar 2018 absolvierte Kanz sein Master-Prüfungskonzert  im Fach Orgel mit „sehr gut“.

Seit Juni 2015 obliegt Kanz die Leitung des Männerchores 1905 Schloß Holte. Meisterkurse bei Thierry Mechler (Köln), Philippe Lefebvre (Paris), Hans H aselböck (Wien) und Ludwig Ruckdeschel (Passau) ergänzen seine Ausbildung.

Auch wenn Lara Venghaus zugleich Dirigentin, Stimmbildnerin, Oboistin, Musikmanagerin, Autorin und manch anderes mehr ist, am Ende ist sie doch vor allem Sängerin. Die zierliche Frau mit der gewaltigen Stimme wurde in Bielefeld geboren und durchlief die üblichen Stadien einer Musikschülerkarriere, ehe der Leiter des dortigen Universitätsorchesters, in dem sie als Oboistin mitwirkte, auf ihre Stimme aufmerksam wurde.

Erster Gesangsunterricht zeigte große stimmliche Kraft vereinigt mit enormem Farbenreichtum und unermüdlicher Konstitution, aber auch eine gewisse Schwerfälligkeit in der Handhabung des Organs, die durch beharrliches Training überwunden sein wollte. Die ausgezeichnete gesangspädagogische Betreuung durch Peter Bendt und die beharrliche Arbeit mit ihrem Klavierbegleiter und musikalischen Mentor Michael Hoyer setzten dann eine Entwicklung in Gang, die zur Herausbildung einer im Sopranfach absolut außergewöhnlichen Sängerpersönlichkeit führte.

Die stimmliche Kraft eines Heldentenors, die Farbigkeit einer Baritonstimme und der Stimmumfang von Alt und Sopran zusammengenommen befähigen Lara Venghaus, die großen Frauenfiguren Verdis ebenso glaubwürdig zu verkörpern, wie sie es ihr erlauben, die Lieder Schuberts, Wolfs oder Mahlers zu interpretieren, die eigentlich einer Männerstimme zugedacht sind. Entsprechend versteht sich Lara Venghaus heute als Sängerin für außergewöhnliche Aufgaben.