"Machtspiele" mit unserer Theatergruppe Rostfrei

"Machtspiele - Zeitenwende im Königreich Salomos" heißt das neue Stück von Rostfrei. Die Theatergruppe unserer Gemeinde spielt das Werk von Friedrich M. Rueß, das sich in zwei Aufzügen mit dem Geschehen nach dem Tod Salomos beschäftigt. Regie führt Dr. Egon Gindele.

Das neue Rostfrei-Stück wird viermal im Johannes-Gemeindehaus, Georgstraße 19 in Quelle, aufgeführt.

Die Termine:
Freitag,   09. März, 19.00 Uhr Premiere
Sonntag, 11. März, 16.00 Uhr
Freitag,   16. März, 19.00 Uhr
Sonntag, 18. März, 16.00 Uhr

Der Eintritt ist wie gewohnt frei. Um eine Spende wird am Ausgang gebeten.

Informationen zum Stück von Friedrich M. Rueß:

Historische Sicht
Die Regierungszeit des Königs Salomo wird etwa von 965 – 925 v. Chr. angesetzt. Ihm wird hohe Begabung, großes Regierungsgeschick, feines Rechtsempfinden und Interesse am Wissen der damaligen Zeit sowie Sinn für die Künste nachgesagt, aber auch eine große Leidenschaft für Frauen, was auch fremde Religionen an den Hof brachte.

Er ließ den Tempel in Jerusalem bauen, führte das von David geeinte Reich zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Allerdings musste er dafür der Bevölkerung hohe Abgaben und Frondienste abverlangen. So kam es, dass bei langer äußerer Friedenszeit im Innern des Landes allmählich eine angespannte unzufriedene Stimmung entstand.

Als Rehabeam, der Sohn Salomos, den Thron bestieg, wollte er sich nicht schwach zeigen und kam dem Volk, das um Steuererleichterung bat, nicht entgegen. Daraufhin kündigten ihm zehn von zwölf Stämmen die Gefolgschaft auf. Anführer des neuen Stammesverbandes Israel wurde Jerobeam, ein früherer Beamter Salomos; er wurde vom Propheten Ahija von Silo zum König berufen. So entstand neben Rehabeams Südreich (Juda, Benjamin) ein zweites Königreich, das Nordreich.

Das Stück
Das Stück versucht, die Verantwortung, die mit der Ausübung von Macht verbunden ist, auszuloten. Dabei treten drei Instanzen in Interaktion miteinander: der Gotteswille, vertreten durch die beiden Propheten (bewusst von einer Person gespielt); die Elite, die in machtstrategischen Gedanken gefangen ist; das Volk, das unbeachtet und ratlos bleibt, aber sich ausgebeutet fühlt.

Das Stück befasst sich mit der Entwicklung des Davidischen Königreiches und der Auseinandersetzung der beiden Protagonisten in zwei Aufzügen: der erste spielt zu Lebzeiten Salomos, der zweite nach dessen Tod. Man kann sich fragen: Wann wird Macht zur Bemächtigung des andern? Inwieweit steckt ihm Spiel latentes Machtstreben? Ist gar das Wort „Machtspiel“ ein Widerspruch in sich?