Festes Fundament, neue Ziele, solide Finanzlage: Die Johannesgemeinde kann optimistisch nach vorn blicken. Das erfuhren die mehr als 70 Teilnehmer der Gemeindeversammlung am 12. November.

Kirchmeister Wolfgang Brinkmann beleuchtete die Entwicklung des Verbandes der Evangelischen Kirchengemeinden in Brackwede, dem die Johannesgemeinde angehört. Der Verband hat den Gemeinden mehr Selbständigkeit eingeräumt, so dass die Queller und Brocker nun wesentlich selbstständiger als bisher über ihren Haushalt und andere Fragen entscheiden können.

Gebäude in gutem Zustand
Was die Gebäude der Gemeinde angeht, ist das Fundament fest. Kirche und Gemeindehaus sind in gutem Zustand, ebenso die beide Pfarrhäuser und der Gebäudekomplex der Johannes-KiTa. Vorausschauende Investitionen und gute Pflege machen sich bezahlt.

Finanzlage ist zufriedenstellend
Presbyter Peter Jacobebbinghaus beleuchtete die Finanzlage der Gemeinde. Dank finanzieller Zurückhaltung, relativ geringem Personalbestand sowie starker Unterstützung durch Förderkreis und Kirchenstiftung steht Quelle-Brock gut da und kann sich über Überschüsse freuen. Diese werden zurückgelegt, denn die Finanzlage dürfte sich mittel- bis langfristig verschlechtern, so die Prognose. Da ist es hilfreich, dass aus der Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden verlässliche Einnahmen fließen.

Gemeindekonzeption erarbeitet
Da die finanziellen Sorgen wesentlich kleiner sind als in vielen anderen Gemeinden, kann Quelle-Brock nach vorn schauen – und das tut man mit der neuen Gemeindekonzeption. Eine Projektgruppe hatte das Papier erarbeitet, das Presbyterium es nun beschlossen. Nach einer letzten Überarbeitung wird es demnächst veröffentlicht, auch auf dieser Internetseite.

Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus, die den Prozess gesteuert hatte, stellte den Gemeindemitgliedern einige zentrale Inhalte vor. So will die Johannesgemeinde natürlich die christliche Botschaft verbreiten und Menschen einladen. Das Gottesdienstkonzept soll überarbeitet, neue Gottesdienst-Formen neben die bewährten Angebote treten.

Soziales Engagement verstärken
Starkes soziales Engagement ist ein wichtiger Baustein. Hierfür soll die Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen weitergeführt und verstärkt werden, zum Beispiel mit den Schulen im Gemeindegebiet. Zudem möchte die Gemeinde ein Forum für die Diskussion politischer und gesellschaftlicher Themen bieten.

Ein weiteres Ziel trägt die Überschrift „Jung und alt“: Die Gemeinde will den Kontakt zwischen den Generationen verstärken und neue Zielgruppen ansprechen.

Interessierte können mitgestalten
Viele neue Perspektiven also für die kommenden Jahre. Mitglieder der Gemeinde und andere Interessierte sind herzlich willkommen, diesen Prozess mitzugestalten und Ideen und Engagement einzubringen. Sie können Projekte vorschlagen und anstoßen oder in Fachausschüssen mitarbeiten, die die Arbeit des Presbyteriums unterstützen. Interessenten können sich unverbindlich bei den Pfarrern oder den Presbytern informieren.