Die Johanneskirche

Als Krönung des kirchlichen Lebens in Quelle wurde die Einweihung unserer Johanneskirche am 16. Dezember 1956 empfunden. Sie ist die erste evangelische Kirche in Quelle und das Ergebnis eines kleinen Wettbewerbs unter vier Bielefelder Architekten. Den Zuschlag hatte Günter Schmidt bekommen, dessen Entwurf eine moderne und damals recht ungewohnte, eigenwillige Form vorsah.

Dem heutigen Besucher fällt kaum auf, dass unsere Kirche asymmetrisch ist: Das Kirchenschiff wird zum Altar hin schmaler. Bedingt durch die konische Grundform fällt außerdem die Firstlinie des Kirchendachs zum Altarraum hin leicht ab. Das Innere der Kirche, die als große Halle angelegt ist, drückt dadurch nicht nur Weite aus, sondern auch Geborgenheit. Alle Blicke werden auf den Altar gezogen und finden sich dahinter in einem Flachrelief, das die Kreuzigungsgruppe zeigt. Das Relief wurde, durch eine Spende von Gerhard von Möller ermöglicht, von dem Bildhauer Karl Kunath in den Sandstein der  nach Osten ausgerichteten Chorwand  gearbeitet.

Auf dem höchsten Punkt des Daches über dem Hauptportal befindet sich ein Dachreiter, in dem ursprünglich ein kleines Vater-unser-Glöckchen zum Gebet erklang. Weil die Schwingungen der Glocke den Dachstuhl gefährdeten, wurde sie später entfernt und verschenkt.

Der Glockenturm selbst steht vom Kirchengebäude getrennt und ist mit diesem durch einen Säulengang verbunden. Zur Einweihung läuteten hier bereits die drei Gußstahlglocken (Töne d‘-e‘-g‘), die die Gemeinde einer Stiftung der Queller Firma August Schwarze verdankt. Als Inschriften tragen sie drei Worte Johannes des Täufers.

Der heutige Glockenturm ist allerdings nicht der Originalbau, sondern stammt aus dem Jahr 1997. Mit 32 Metern Höhe und leicht veränderter Optik ersetzt er seinen baufälligen Vorgänger, der abgerissen werden musste.

Erst im Jahr nach der Einweihung der Johanneskirche wurden das Altarfenster und das Rundfenster über dem Eingangsportal auf der Westseite von dem Bielefelder Künstler Ernst Hansen ausgemalt, letzteres mit dem für unsere Kirche so bedeutsamen Motiv: Es zeigt den Namenspatron Johannes den Täufer bei der Taufe Jesu.

Wie unsere Johanneskirche zu ihrem Namen kam, darauf bleiben uns die Bauväter eine Antwort schuldig. Der Beschluss, Johannes den Täufer als Namenspatron zu wählen, fiel während der Bauzeit, die Begründung jedoch ist nicht belegt. Die Vermutung liegt nahe, dass der Ortsname Quelle dabei eine gewisse Rolle gespielt haben mag.

Übrigens: Die Johannes-Kirche ist eine Offene Kirche; sie ist in der Sommerzeit montags bis freitags 10 bis 15 Uhr (außer dienstags), samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr, in der Winterzeit und während der Schulferien täglich 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Rundgang durch die Johanneskirche

Zum virtuellen Rundgang durch die Kirche geht es hier.

Das Johannes-Gemeindehaus

Viel Raum, viel Licht, viele Möglichkeiten: Das Johannes-Gemeindehaus (Georgstraße 19, 33649 Bielefeld) ist neben der Kirche der zweite Mittelpunkt unseres Gemeindelebens. Seit 2003 verfügt die Johannes-Gemeinde über die vielfältig und flexibel nutzbaren Räume. Auch der CVJM Quelle nutzt das Gebäude für Jugendarbeit und Musik.

Nahezu jeden Tag ist im Gemeindehaus etwas los. Zahlreiche Gruppen und Kreise treffen sich hier, Veranstaltungen werden durchgeführt und mehrmals in der Woche hat das Gemeindebüro geöffnet. Außer Gemeinde und CVJM nutzen örtliche Vereine und Institutionen das Gemeindehaus, vom Heimat- und Geschichtsverein bis zur Freiwilligen Feuerwehr.

Für private oder gewerbliche Veranstaltungen und Feiern steht das Johannes-Gemeindehaus nicht zur Verfügung. Neben Räumen örtlicher Gaststätten kann hierfür zum Beispiel das Queller Gemeinschaftshaus genutzt werden.