Reformationsjubiläum in der Johanneskirche

Erstellt am 05.11.2017

Für den Gottesdienst zum 500-jährigen Reformationsjubiläum am 31. Oktober hatte sich Pfarrer Matthias Dreier etwas Besonderes ausgedacht. Statt der Tradition, eine Szene aus Luthers Leben aufzuführen, sollte diesmal nicht die Vergangenheit, sondern ganz im Sinne der Reformationsjubiläums die Gegenwart und die Zukunft der Kirche das Thema sein.

Inspiriert von einem sehr lesenswerten Buch (Hermann-Josef Frisch: Lieber Martin Luther – Lieber Papst Franziskus. Ein Briefwechsel) entstand das Konzept. Anstelle einer Predigt werden aus diesem fiktiven Briefwechsel ausgewählte und gekürzte Briefe von Martin Luther durch "Papst Franziskus" vorgelesen (von Matthias Dreier) und umgekehrt die Antwortbriefe von Papst Franziskus durch "Martin Luther" (Gerd Sandweg) von der Kanzel. Die Botschaft am Ende ist: "Dieser Briefwechsel hat reiche Erkenntnis gebracht und vor allem ein besseres Verständnis, dass beide Brüder im Herrn sind und die Christen – gleich welcher Konfession – Geschwister unter dem einen Vater."

Den Schlusspunkt bildet dann nach einer Idee von Matthias Dreier eine "wundersame Begegnung" zwischen "Martin Luther" und "Papst Franziskus". Beide treffen sich vor dem Altar und führen ein freundschaftliches und lebhaftes Gespräch auf dem gemeinsamen Weg (durch die Kirche) im Geiste Jesu Christi. Sie sprechen über Luthers dramatische Lebensentscheidung ins Kloster zu gehen, ob der "Thesenanschlag" so stattgefunden hat, sowie die Papstwahl am 13. März 2013, die Entscheidung für den Namen Franziskus und über die Erneuerungspläne des Papstes.

Ein Reformationsgottesdienst in ökumenischer Weite.

(Text: Gerd Sandweg)