Gerechtigkeit anziehen: Fotoschau, Vortrag und Gottesdienst

Erstellt am 15.01.2014

T-Shirts für 2 oder 3 Euro? Eine Jeans für weniger als 10 Euro? Über solche Schnäppchen freut man sich - doch vergisst dabei, auf wessen Kosten wir billige Kleidung einkaufen. Mit der Reihe "Gerechtigkeit anziehen" stellt die Johannesgemeinde die Frage nach unserer Verantwortung als Konsumenten.

Im Januar und Februar finden eine Fotoausstellung, ein Vortragsabend und ein Politischer Gottesdienst statt. Schwerpunkt ist die Textilindustrie in Bangladesch, die zuletzt durch die Katastrophe von Rana Plaza ins Blickfeld rückte. Beim Einsturz der Textilfabrik kamen über 1.100 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 wurden schwer verletzt und zum Teil für ihr Leben gezeichnet.

Den Auftakt unserer Veranstaltungsreihe bildet eine Fotoausstellung, die nach dem Gottesdienst am Sonntag, 26. Januar, eröffnet wird. In der Johanneskirche und dem Gemeindehaus zeigen wir bis Ende Februar Fotos von Bernhard Hertlein, die Menschen und Lebenswelten und die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken von Bangladesch zeigen. Der Queller Journalist engagiert sich seit Jahren bei Amnesty International und hat Bangladesch mehrfach besucht.

Über das Land und seine Textilindustrie, die auch viele deutsche Unternehmen beliefert, berichtet Bernhard Hertlein auf einem Vortragsabend. Er findet am Dienstag, 4. Februar, ab 20 Uhr im Johannes-Gemeindehaus, Georgstraße 19, statt.

Mit dem Thema "Gerechtigkeit anziehen" beschäftigt sich auch ein Politischer Gottesdienst, den ein Arbeitskreis aus der Gemeinde vorbereitet. Er beginnt am Sonntag, 16. Februar, um 18 Uhr im Johannes-Gemeindehaus.