Reformationstag: 250 Gäste erleben besonderen Gottesdienst - mit Video

Erstellt am 05.11.2012

Die Tradition, den Reformationsgottesdienst mit einer Spielszene aus Luthers Leben zu eröffnen, haben die Pfarrer Carsten Ledwa und Matthias Dreier am vergangenen Mittwochabend wieder großartig umgesetzt.

Zum Auftakt versammelten sich die rund 250 Gottesdienstbesucher vor der Kirchentür. Hier erklärte Presbyter Hans-Jürgen Bohrenkämper kurz die gefährliche Lage Luthers im Jahr 1521. Dann trat Carsten Ledwa als Martin Luther in Mönchskutte gekleidet wortgewaltig auf, um sich und der Gemeinde Mut zuzusprechen, jetzt vor den Reichstag (in die Kirche) zu gehen, um vor Kaiser Karl V.  (Matthias Dreier) Rechenschaft über seinen Glauben abzulegen.

Luthers Verteidigung seiner Schriften lässt den Kaiser kalt, er schützt Rom und den „alten“ Glauben. Als Luther sich mit den Worten „Widerrufen kann und will ich nicht. Hier stehe ich. Gott helfe mir. Amen.“ standhaft zeigt, verhängt der Kaiser die Reichsacht.

Die Thematik der Spielszene bot Superintendent Christian Heine-Göttelmann reichlich Ansatzpunkte für seine Predigt, unter anderem zu Fragen um Gewissen, Glauben oder Freiheit von und für Normen. So gab er seinen Zuhörern viele Denkanstöße und vielleicht auch den ein oder anderen Widerspruch mit auf den Weg.

Luthers Reformbemühen führten damals unbeabsichtigt zur andauernden Kirchenspaltung, die die ökumenische Bewegung heute zu überwinden sucht. Ein schönes Zeichen dazu setzten die Flötenkreise der evangelischen Johannes-Kirchengemeinde Quelle-Brock und der katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatius aus Stieghorst. Unter der Leitung von Dorothea Sandmeyer bereicherten sie in vereinter Harmonie diesen Reformationsgottesdienst, der bei allen Besuchern großen Zuspruch fand.

Einen Video-Zusammenschnitt der Spielszene finden Sie hier.

Und die Predigt zum Nachlesen hier.