"Schlachtertango": Dunkle Kapitel deutscher Geschichte

Erstellt am 22.10.2012

Als so genannte "Reichskristallnacht" ging der 9. November 1938 in die unheilvolle Geschichte des Dritten Reichs ein. Passenderweise am 9. November beleuchtet der Schauspieler Michael Grunert die Nazi-Barbarei und die Ignoranz der Nachkriegszeit in einem eindringlichen Solo-Theaterstück: dem "Schlachtertango". Der in Quelle lebende Schauspieler präsentiert sein Doku-Drama am Freitag, 9. November, ab 20 Uhr im Johannes-Gemeindehaus - nicht wie irrtümlich im "Queller Blatt" angekündigt um 19 Uhr.

Die Geschichte: Der Bielefelder Ludwig M. wird 1936 wegen Homosexualität von der Gestapo verhaftet. Als Jude überlebt er Buchenwald und Auschwitz. Nach dem Krieg muss er um die Anerkennung seiner Verfolgung als Jude kämpfen. In den 60er Jahren, am Rande der Legalität, eröffnet er das erste Schwulenlokal in Hannover.

In alptraumhaften und grotesken Bildern, mit dokumentarischen Texten und in Geschichten, die den damaligen Zeitgeist widerspiegeln, lässt Michael Grunert auf der Theaterbühne einen Mann lebendig werden, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt.

Eintritt: 7 Euro, ermässigt 4 Euro.