Gemeinde trauert um Erika Stönner

Erstellt am 11.09.2016

Die Johannes-Kirchengemeinde trauert um Erika Stönner. Ein Nachruf auf das engagierte Gemeindemitglied von Pfarrer i. R. Carsten Ledwa:

War das eine schöne Zeit – mit Erika Stönner im Seniorenclub der Kirchengemeinde! Lange Jahre leitete sie mit mir zusammen diesen Kreis. Zunächst unterstützte sie Erna Leimkuhl, um dann wie ihre Vorgängerin zur „guten Seele“ des Seniorenclubs zu werden.

Sie tat so viel und vielerlei, damit die Stunden am Montagnachmittag jeder Woche in freundlicher und schöner Atmosphäre stattfanden: das Schmücken der Tische, zuweilen mit Überraschungen dabei; an die Geburtstage und die von ihr selbst vorbereiteten Geschenke denken; Geldangelegenheiten; die Teilnehmerliste der Ausflüge führen.

Für mich wichtig: das Anstimmen der Lieder, da sie auch im Kirchenchor sang. Und noch manche „Kleinigkeiten“ mehr, die doch so wichtig waren. Jedem /Jeder Einzelnen und seiner / ihrer persönlichen Situation galt ihre Aufmerksamkeit gleichermaßen.

Wir alle erinnern uns an ihre herzliche Umgangsweise; und wie gern sie lachte. Der Seniorenclub war ein fester Bestandteil ihres Lebens; war für sie eine Aufgabe, die sie mit großer Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Umsicht wahrnahm. Selten musste sie sich einmal für einen Montag entschuldigen.

Über die Jahre hinweg war zwischen uns beiden eine wohltuende Vertrautheit entstanden. Von Zeit zu Zeit erzählte sie mir, dass die Beisetzung ihrer Schwiegermutter (Leiterin der damaligen Frauenhilfe) in dem Gottesdienst verlesen worden war, in dem ich als neuer Pfarrer eingeführt wurde.

Absprachen und Entscheidungen verliefen bemerkenswert unkompliziert, meistens kurz vor Beginn in  der Küche. Wir haben es zum großen Teil ihr zu verdanken, dass der Seniorenclub für mich und alle Teilnehmenden regelrecht eine „Wohlfühl-Oase“ war.

Erika Stönner war die Gemeinschaft in der Kirchengemeinde sehr wichtig. Sie genoss diese Gemeinschaft, z.B. als regelmäßiger Gast beim Gemeindefrühstück; und sie übernahm selbst Verantwortung für diese Gemeinschaft, z.B. im Seniorenclub und im Kirchenchor. Gerne denke ich daran zurück! 

„Liebt einander von Herzen als Brüder und Schwestern, und ehrt euch gegenseitig in zuvorkommender Weise“ – so der Apostel Paulus nach der Übersetzung der Guten Nachricht im 12. Kapitel seines Römerbriefes.