Johannesgemeinde unterstützt Bündnis gegen Rechts

Erstellt am 01.11.2018

Mit großer Sorge reagiert das Presbyterium der Johannesgemeinde auf die Tatsache, dass für den 10. November wieder rechtsextremistische Demonstrationen gegen die Inhaftierung der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck in Bielefeld angemeldet sind. Das Presbyterium stellt klar,  dass sich das christliche Menschenbild und die christliche Nächstenliebe einerseits und politischer Extremismus und die Leugnung der Holocaust-Verbrechen andererseits ausschließen.

Aus diesem Grund unterstützt die Johannesgemeinde die Gegendemonstrationen, die das Bielefelder Bündnis gegen Rechts für den 10. November plant, und ruft zur Teilnahme auf. Dies geschieht auch unter dem Eindruck des Neonazi-Aufmarsches, der am Himmelfahrtstag am Queller Bahnhof begonnen hatte.

Mehr Informationen über die Demonstrationen des Bielefelder Bündnisses gegen Rechts finden Sie hier.

Hier der Text des Aufrufes, den das Bielefelder Bündnis gegen Rechts veröffentlicht hat:

"Faschismus und Holocaustleugnung sind keine Meinung, sondern Verbrechen!
Mit großer Sorge beobachten wir die aufgeheizte politische Stimmung und den unübersehbaren Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Zunehmend müssen wir erleben, dass Naziparolen gerufen, der Hitlergruß gezeigt, Menschen antisemitisch oder rassistisch angefeindet werden.

Wir befürchten, dass es zu einer weiteren Enthemmung, steigender körperlicher Gewalt und noch mehr Übergriffen kommt. Dagegen müssen wir gemeinsam Gesicht zeigen! Wenn die Verfolgung und die Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden sowie vieler weiterer Menschen verharmlost und das Naziregime des Dritten Reiches verherrlicht werden, müssen wir dem umso lauter widersprechen.

Für den 10. November 2018 haben Neonazis und Rechtsextremisten anlässlich des 90. Geburtstages von Ursula Haverbeck in Bielefeld eine Demonstration angemeldet, um Solidarität mit der rechtskräftig verurteilten Holocaustleugnerin zu bekunden.

Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, dagegen ein Zeichen zu setzen und sich den Demonstrationen für ein buntes und weltoffenes Bielefeld und gegen Holocaustleugnung anzuschließen!"