Seniorenkreis und Abendkreis der Frauen hören auf

Erstellt am 30.12.2018

Der Seniorenkreis 60 plus und Abendkreis der Frauen haben zum Jahresende 2018 aufgehört. Aus Altersgründen und wegen der Gesundheit beenden zum Jahresende die beiden langjährigen Frauen-Seniorenkreise ihre Arbeit.

Der Seniorenkreis 60 plus wurde vor mehr als 14 Jahren auf Bitten der damaligen Brocker Pfarrerin Almut Gsänger durch Ingeborg Meyer zu Helligen gegründet. Mit ihrem fundierten Wissen über namhafte Frauen der Kirchen- und Kulturgeschichte, mit ihrem Organisationstalent für Ausflüge und Reisen zu historisch und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten begeisterte Ingeborg Meyer zu Helligen immer wieder.

Die mehr als 20 Frauen trafen sich regelmäßig am vierten Donnerstag im Monat zunächst im Brocker Gemeindehaus und später im Johannesgemeindehaus in Quelle. Eigene Vorträge, aber auch Referenten sowie der regelmäßige Austausch mit der Schreibwerkstatt der Bielefelder Uni gehörten dazu.

Doch nun ist aus gesundheitlichen Gründen Schluss mit dieser segensreichen Arbeit. Und so wurde am 13. Dezember in einer bewegenden Weihnachtsfeier mit der Leiterin auch gleich der ganze Seniorenkreis 60 Plus in den Ruhestand versetzt. Im Namen der Johannes-Kirchengemeinde sptrach Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus Ingeborg Meyer zu Helligen ein herzliches Dankeschön für die engagierte Arbeit im Dienst der Frauen aus.

Am gleichen Tag wurde aus den gleichen Gründen auch die langjährige Leitung des Abendkreises der Frauen und damit auch der Kreis selbst in den Ruhestand verabschiedet.

Gegründet wurde der Abendkreis 1971 am Gartenzaun zwischen den beiden Pfarrhäusern. Frau Schulz und Frau Niemann haben damals bezirksübergreifend ein gemeinsames Programm gestaltet. Schon bald übernahm Margrit Niemann die Leitung des Abendkreises ganz.

Aus diesen Anfängen gingen insgesamt 47 fruchtbare Jahre hervor. Jeder 3. Donnerstag im Monat trafen sich zwischen 30-35 Frauen zu unterschiedlichen Themen, oft von Referenten verantwortet, im Gemeindehaus. Da ging es um gesellschaftsrelevante Themen wie z.B. das neue Scheidungsgesetz, die Strahlentherapie, Patientenverfügung, Abendmahl und Taufe, aber es gab auch gemütliche Bastelabende und Theaterbesuche, sowie gemeinsame Besuche der Kunsthalle und nicht zu vergessen, die legendären Ausflüge und Wochenendfahrten in Elsaß, nach Wien oder auf Paul Gerhards Spuren.

Und der Abendkreis war nicht nur zum Selbstzweck da, sondern hat auch Verantwortung für die Gesellschaft übernommen. So gab es u.a. auch Besuche in der JVA und aktive Beteiligung an den Diakoniesammlungen. Zunächst traf man sich im Alten Gemeindehaus an der Klemensstrasse, dann ab 2003 im neuen Johannesgemeindehaus.

Zusätzlich gab es viele Jahre jeden 1. Donnerstag im Monat den Schwimmtreff und jeden 2. Donnerstag im Monat den Treff zum Café. Diese Treffen sollen bleiben, jetzt, wo die Zeit gekommen ist, mit dem Abendkreis aufzuhören. Jetzt, da die Kräfte von Margrit Niemann nachlassen und es auch niemand sonst gibt, der in ihre Fußstapfen treten mag, wurde es Zeit, aufzuhören und dankbar auf die vielen gemeinsamen Jahre zurückzublicken.

Und so nahm am 13. Dezember 2018 der Abendkreis in einer bewegenden Weihnachtsfeier mit Geschenken, Liedern und Geschichten Abschied.

Ein Herzlichen Dankeschön für das Engagement von Margrit Niemann sprach dabei auch Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus im Namen der Johannes-Kirchengemeinde aus.