Neues Stück der Theatergruppe Rostfrei

Erstellt am 14.03.2019

"Joost - warum gerade ich?" ist der Titel des neuen Stücks von Rostfrei. Die Theatergruppe der Johannesgemeinde unter der Regie von Dr. Egon Gindele führt "Joost" im Johannes-Gemeindehaus auf, und zwar am

Sonntag, 17. März, um 16 Uhr

Freitag, 22. März, um 19 Uhr

Sonntag, 24. März, um 16 Uhr.

Die für Freitag, 15. März, geplante Aufführung fällt leider aus.

Informationen und Gedanken zum Stück von Autor Friedrich M. Rueß:

Joost – ein Hiob unserer Tage

Es verführt, was er sich aufgebaut in Jahren
zu Besitzerstolz und Selbstbezogenheit,
und zur Überzeugung ist es gar nicht weit,
ihm allein sei Gottes Segen widerfahren,
weil er guten Willens ist, treu und gesittet.
So belohnt zu sein, wird ihm zum Fundament.
Was geschieht, wenn der Erfolg sich von ihm trennt,
er Gerechtigkeit vermisst, um die er bittet?
 
Das Stück „Joost oder Warum gerade ich?" hinterfragt den Glau-ben des unerwartet vom Schicksal
getroffenen Mannes Joost.
Es tut sich die zentrale Frage auf: Wie ist es um den geistlichen Halt bestellt, wenn der Segen ausbleibt,
ja noch schlimmer der als Segen erachtete Wohlstand unverhofft bröckelt?
Da lässt der Spott der Neider nicht lange auf sich warten. Selbst
Freunde und gute Bekannte treten als Besserwisser auf; bei der Suche
nach einem Grund vermuten sie, dass es Schattenseiten im Leben des Betroffenen
geben muss. Und sie fangen an, nachzugraben.

Die scheinbar harmonische, aber enge Welt des Kleingärtnerver-eins „Grünland" 
kommt gehörig durcheinander, als ihr Mitglied Joost von einer Reihe von Schicksalsschlägen heimgesucht wird.
Der weitgehend säkularen Gemeinschaft wird unheimlich, wie jemand von heute auf morgen in eine
so große Notlage geraten kann. Besonders suspekt ist ihnen, dass Joost dennoch an seinem Glauben festhält;
dieser wird erst jetzt zum Gesprächsthema. Gleichzeitig meint die klerikal ausgerichtete Mitchristin Fides,
dass Joost vor Gott schuldig geworden sein muss.
Joost steht vor den Trümmern seiner Existenz; als auch seine Ehe ins Wanken gerät, kommt er an den Rand der Verzweiflung.


Anders als im Buch Hiob bleibt im Stück JOOST die Frage, warum Gott das Unglück zulässt, offen.
Gott prüft nicht die Glaubens-stärke, er gibt uns die Zuversicht, dass er mit uns durchs finstere Tal geht.