42 Teenies rocken das Gemeindehaus

Erstellt am 25.07.2021

KonfiCamp@home: Fünf Tage Ausnahmezustand und eine Konfirmandin verzichtete auf drei Tage Urlaub mit der Familie, um ja nichts zu verpassen – und hat es nicht bereut. Zum Auftakt gab es sogar eine Übernachtung mit Frühstück im Gemeindehaus. Zwei Haupt- und acht Ehrenamtliche machten dies mit unermüdlichem Einsatz möglich.

Die evangelischen Kirchengemeinden Quelle Brock und Ummeln haben sich mit dem CVJM Quelle an dem kirchenkreisweiten Projekt Konfi-Camp@home beteiligt. Was ursprünglich als einwöchiges Camp in der Nähe von Berlin geplant war und schon viele Jahre zuvor erfolgreich stattgefunden hat, wurde Corona-konform umgesetzt: Die Konfis trafen sich ab dem ersten Ferienwochenende in den Gemeindehäusern vor Ort oder fuhren in ein Gästehaus und vernetzten sich jeden Abend über einen Youtube-Kanal, der von Gütersloh aus koordiniert wurde.

Über 100 Ehrenamtliche und etwa 400 Konfis waren in diesem Jahr beteiligt – etwa 10 Prozent davon legten in Quelle das Kirchengelände lahm, auf dem fünf Tage lang aus Infektionssschutzgründen niemand sonst Zutritt hatte. Dafür war richtig was los!

Der tägliche Startschuss um 14.00 Uhr war eine verrückte Challenge (zum Beispiel Flaschengeistpieksen oder so viele Marshmallows wie möglich im Mund horten), dann trafen sich alle gemeinsam zu einer kurzen Andacht in der Kirche, um das Thema des Tages einzuleiten.
Genauso wie am Frauensee lautete das Motto des Camps: Jesus inside, so ging es täglich um eine Station im Leben Jesu – vom Zwölfjährigen im Tempel bis zur Auferstehung – und darum, was das mit dem Leben der Jugendlichen zu tun hat.

In drei festen Unterrichtsgruppen ging es mal kontemplativ, mal spielerisch, mal kreativ zur Sache, es wurde Theater gespielt, gemalt, gesegnet und Abendmahl gefeiert – und es gab viele gute Gespräche.
Nach der Kuchenpause wurden täglich wechselnde Workshops angeboten bei denen es wahlweise sportlich, kreativ oder spielerisch zuging und zwischendurch musste noch die Frage des Tages beantwortet werden.

Um 19.00 Uhr traf sich der ganze Kirchenkreis auf Youtube mit dem Moderatorenteam im Gütersloher Studio. Die Ergebnisse der Challenges wurden präsentiert, über Kahoot waren alle Konfis an einem Quiz beteiligt und die Moderatoren machten ein bisschen Quatsch auf der Leinwand. Die Stimmung in der Kirche wurde dabei täglich ausgelassener. Zum Schluss wurden Bilder des Tages aus allen beteiligten Gemeinden präsentiert und vom Synodal-Jugendreferenten ein Segen gesprochen – Am Dienstag sogar von der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen höchstpersönlich.

Mit gemeinsamem Essen und einem geistlichen Abendabschluss endeten die Tage gegen 21.00 Uhr.
Das digitale Konfi-Camp hat es sogar auf die Webseite der Landeskirche geschafft! Das ist vor allem das Verdienst der zahlreichen Ehrenamtlichen mit ihren vielfältgen Talenten und das unseres Synodaljugendreferenten Wolfgang Laubinger, der alle Fäden in der Hand hielt.

Wir hoffen 2022 wieder ins große Camp fahren zu können, aber wenn es nicht geht haben wir ja wieder eine Alternative vor Ort.